Theater 111 St.Gallen

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    • Schuldig, nicht schuldig, oder unschuldig? Auf den ersten Blick ist das Urteil über die fränkische Serienmörderin Anna Margaretha Zwanziger  klar. Doch wie wird ein fünfjähriges Waisenkind zu einer Frau, die vorsätzlich mehrere Menschen vergiftet? «Sie zu plagen, wie sie mich plagte», schreibt die Autorin. Erzählt wird Anna Margarethas Lebensgeschichte als Monolog in drei Akten, die ihre wichtigsten Stationen als Kind und junge Frau, bis hin zur Verurteilung als Mörderin wiedergeben.

      Die Musik zwischen den Szenen lässt genügend Raum, um die Eindrücke zu verarbeiten. Dabei wird der Zuschauer zum Mitwisser und Vertrauten und wird angeregt, die Frage der moralischen Mitschuld zu überdenken. Die Unterdrückung der Frau, fehlende Gleichberechtigung und eine beziehungslose Kindheit sind als prägende Faktoren damals wie heute aktuell, inmitten aller Genderfragen.

      Das Stück versteht sich als moderne Parabel und erhebt keinen Anspruch auf historische Korrektheit, noch ist es eine vollständige Nacherzählung der Geschehnisse. Anna, hier in der Schweizer Uraufführung gespielt von Simone Fuston, spricht moderne Alltagssprache.

      Schauspiel: Simone Fuston
      Musik: Johannes Brändli
      Autorin, Texte: Christiane Reicherten

      Presse: «Einfach mal für 20 Sekunden mutig sein» – Zeitpunkt

       

      normal CHF 25.00
      Mitglieder CHF 20.00

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