Geschichte
Damals
Bereits 1918 befand sich im Herzen von St. Fiden mit dem Kino Apollo eines der ersten Kinos in St. Gallen. 1985 zog das Programmkino KinoK ein, das 2010 in die Lokremise umzog.
Nach dem Umzug des KinoKs in die Lokremise gründete Catrin Albonico in den Räumen die erste Artothek, die rund zwei Jahre bestand.
Zur gleichen Zeit suchte eine Gruppe freier Theaterschaffender nach einem geeigneten Raum für ihre Arbeit. Daraus entstand 2013 der Verein Theater 111. Gründungsmitglieder waren Pierre Massaux, Kathrin Bosshard, Nathalie Hubler, Thomas Fuhrer, Franziska Hoby, Joséphine François und Clau Wirth.
Später kamen Samuel Forrer, Eveline Ketterer, Marguerite Meier-Waldstein, Lisa Gartmann und schliesslich Simone Fuston und Pascal Démarais dazu.
Das Kollektiv ist keine feste Gruppe, sondern konstituiert sich fliessend neu, während ein Kern seit der Gründung besteht.
Aktuell
Seither hat sich das Theater 111 als unabhängige Plattform für Eigenproduktionen sowie für Gastspiele von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region und darüber hinaus etabliert. Das Programm ist vielfältig und umfasst Kleinkunst, Theater, Figurenspiel, Tanz, Konzerte und Märchen für Gross und Klein. Mit zahlreichen Veranstaltungen und Probentagen pro Jahr ist das Theater 111 ein lebendiger Ort der Begegnung, der künstlerischen Vielfalt und des kulturellen Austauschs in der Stadt St. Gallen.
Der Betrieb wird von einem siebenköpfigen Kollektiv getragen, das mit grossem persönlichem und finanziellem Engagement sowohl die Infrastruktur unterhält als auch die Organisation des Programms sicherstellt. Unterstützt wird seine Tätigkeit vom Verein Theater 111.
Nach einer umfassenden Sanierung und einem Umbau des Gebäudes wurde das Klein-Theater im Herbst 2025 mit einem vielseitigen Festprogramm wiedereröffnet. Der Bedarf an einem niederschwelligen und flexibel nutzbaren Theaterraum bleibt weiterhin hoch – sowohl für Eigenproduktionen der Kollektiven als auch für freie Theaterschaffende. Es bietet Raum für Proben, kleinere Konzerte sowie neue Formate wie eine «Offene Bühne» oder Familienveranstaltungen im Quartier.

